Thursday, September 27, 2007

Mehr Familie

Mein Neffe wird Papa - und wir freuen uns alle sehr! Vorallem Levin, der aber sofort einen Wunsch hatte: "Der Hajo soll aber einen Jungen bekommen!" Ja, nachdem er sich schon mit einer kleinen Schwester rumschlagen muss, wäre ein kleiner ... ja, was wäre das dann? Der Sohn meines Neffen wäre für Levin... der Goß-Cousin? Ich glaube - oder? Na, dann wäre ein kleiner Groß-Cousin super! Levins erster Namensvorschlag - Ben - scheiterte an der Tatsache, dass der kleine Sohn der Schwester der zukünftigen Mama so schon heisst - aber nach Hajos Wunsch werde ich Levin weiterhin nach Namensvorschlägen fragen ;-)
Könnten dann allerdings auch Namen wie "Krrrrombooo", "Molooo" u.ä. werden - eben gruselige Fantasie-Piraten-Namen ;-).
Ach, aber wie schön: Noch ein Baby in der Familie - und das wird ganz sicher ein wirklich tolles.
Und da Carolyn und Hajo beschlossen, dass wir sie doch nun endlich besuchen müssen - und Levin das auch schon lange sagt (und Levins Lego-Leute immer entweder nach Afrika oder Toronto verreisen) - müssen wir das jetzt wirklich machen.
Ist Euer Haus denn jetzt fertig, Hajo?

Übrigens fand ich es interessant zu hören, dass es in Kanada ganz selbstverständlich ist, dass während der Schwangerschaft nicht permanent Ultraschalls stattfinden, weil man befürchtet, dass dies negative Auswirkungen aufs Kind haben könnte.
Bei der Frau meines Neffen werden nur 2 Ultraschalls gemacht (bei meiner Nichte in London übrigens auch nur 3 - und nicht die obligatorischen 3 wie hier in Deutschland, die von massenhaft Ultraschalls umrahmt werden, weil man das Geschlecht wissen will oder sich nicht sicher ist wegen der Kindsbewegungen oder weil man einfach dafür bezahlt. Sondern 3 und Ende.).
Ich finde es ja in Deutschland fast schwer, weiteren Ultraschalls zu entkommen. Ich ging bei Lilith erst nach 3 Monaten zum Arzt, weil ich auf das Thema echt keine Lust hatte und wusste, dass man sofort hätte schallen wollen. Und richtig. Als ich zum Arzt ging, wurde ich JEDES Mal gefragt "Sollen wir schallen? Aber warum denn nicht?"
...

Und es scheint in Kanada wirklich schwer zu sein, eine Hebamme zu bekommen. Ich weiss die Zahl nicht mehr genau - aber ich glaube, auf 100 wartende Schwangere kommt eine Hebamme. Weil die Hebammen scheinbar nicht von der Krankenkasse (oder nur sehr wenig?) bezahlt werden, werden eben wenige Frauen Hebammen. Und so kann es sein, dass man die ganze Schwangerschaft über vergeblich auf eine Hebamme wartet. Nur Mehrfach-Gebärende, die in ihrer vorherigen Schwangerschaft schon eine Hebamme hatten, haben in der nächsten Schwangerschaft auch einen Anspruch auf eine und werden vorgezogen... (na, die Vorschrift wird von einem deutschen Einwanderer stammen ;-))

13 comments:

Natalie said...

Eine Freundin in London (ET Ende November!) erzählte kürzlich, sie war bislang bei keinem Arzt, das sei unüblich. Vielmehr fänden alle Vorsorgeuntersuchungen durch die Hebamme statt. Als Berlinerin (;o)) war sie zeitweise davon verunsichert, jetzt nimmt sie es gelassen..zumal sie auch für die Geburt nur die Wahl zwischen klinisch (und ab nach Hause) oder sauteure Privatklinik mit 80 % Kaiserschnittrate hat.

Suse said...

Ja, meine Nichte (eine schmale Person) entband in London einen Sohn von 5 1/2 kg - und wurde danach auch sofort ausgecheckt ;-)
Naja, aber es ist ja nun nicht so, dass die Mutter- oder Kindersterblichkeit dadurch erhöht wäre. Natürlich ist es angenehmer für viele Mamas, nach der Geburt noch im KH zu bleiben - aber es ist eben eigentlich nicht nötig.
Ich blieb nach Levins Geburt eigentlich auch nur, weil man meine PDA so überdosiert hatte, dass ich noch stundenlang nicht laufen konnte. Bei Lilith wurde abends entbunden und am nächsten Mittag schon bei meinen Eltern gegessen ;-)

Interessant wäre ja mal, ob die Krankheiten, die man mit häufigem US in Verbindung bringt, in diesen Ländern wirklich seltener sind.

schnuten said...

ich fands immer schade, dass nur 3 US gemacht werden. Bei Lukas hab ich auch einen extra bezahlt, weil ich das geschlecht unbedingt wissen wollte (und man hats trotzdem nicht gesehen).
Jetzt denke ich, dass die 3x wirklich reichen (und meine ärztin fragt auch nicht nach mehr) und mit dem geschlecht... also so wichtig is es ja echt nicht. :-)

schnuten said...

achja... und ich bleibe auch dieses mal im Krankenhaus, weil ich die paar tage brauche. Leider weiß ich jetzt schon, dass mir mein Mann nicht die Hilfe geben wird, wie ich es gerne hätte. :-/

Suse said...

schnuten: Ich finde gerade bei Mehrfachgebärenden den Krankenhausaufenthalt auch eine gute Sache - denn mit dem Neugeborenen gleich rein in den Familienalltag ist ja nicht jederfraus Sache und kann auch einige Probleme mit sich bringen (Stillprobleme durch den Stress).
In dem Geburtshaus, in dem ich Lilith entband, gibt es deshalb auch eine Wöchnerinnenstation.

soulsilence said...

Meine große Schwester hat die Auswanderung (bzw. für meinen Schwager die Rückkehr) in die USA auch ganz bewusst nach der Geburt ihres 4. Sohnes eingeplant. Nicht, weil es ein Problem gewesen wäre, wenn sie gleich wieder nach Hause gemusst hätte. Sie hat es rein aus der Annehmlichkeit heraus gewollt, ein paar Tage Ruhe mit dem Kleinen hier im deutschen KH zu haben. Bei drei aufgeregt wartenden Brüdern zu Hause eine weise Entscheidung. ;-)

Anonymous said...

Da hatte ich wohl einen guten Frauenarzt. Es gab nur 3-mal Ultraschall und mehr nicht! Mir wurde auch keiner aufgezwängt, sondern der Arzt fand es überflüssig.

PS: Toller Blog!

Natalia said...

Glückwünsch unbekannterweise an Hajo und Carolyn!! :-)
Tja, in Spanien wurde ich schon recht komisch angesehen, als ich mal sagte, ich würde freiwillig keinen 3-D Ultraschall so ohne Grund machen. Für die (oder für viele) scheint es selbstverständlich zu sein 50 oder 100 € zuzahlen, um das Kind schöner zu sehen. Verkauft wird natürlich das immer, wegen Vorbeugung und weisst du nicht was. Für mich nicht anderes als Babykino. Ich behaupte nicht mal, das es schädlich sein könnte (dafür fehlen mir mehr Infos), aber ganz einfach unnötiges Blödsinn (so meine Meinung, natürlich). Tja, ich bin schon ganz schön eingedeutsch und ich merke es immer deutlicher ;-)

connie said...

klasse. kanada. faend ich auch nochmal ein gutes auswanderland.....

hier in spanien sind auch alle wie verrueckt ultraschallsuechtig....wie natalie auch schon gesagt hat. ich glaub ich bin auch weit und breit die einzige, die kein 3 D ultraschall-film von seinem kind in der Schrankwand (!!!) stehen hat.

Kassiopeia said...

Ehrlich gesagt, war ich froh um jeden Schall, einfach um zu wissen, dass der Gebärmutterhals nicht verkürzt ist usw. Aber es scheint ja nun bergauf zu gehen.
In Holland gibt es nur Hebammenbetreung und einen Schall. Andere Länder, andere Sitten.

Anonymous said...

naja, ich sehe die Ultraschallgeschichte immer sehr gespalten- einerseits habe ich in meiner schon von vornherein als Risiko eingestuften Mehrlingsschwangerschaft bei JEDEM Frauenarztbesuch einen US gemacht gekriegt und fand das nicht unbedingt gut- andererseits hätte ich die Jungs in der 28. SSW verloren, wenn die US nicht gewesen wären... Und dann sind dann ja noch die ganzen pränataldiagnostischen Untersuchungen per US, die ich auch ablehne, da sie mehr Verunsicherung bringen als Hilfe-aber in meiner eigenen Schwangerschaft konnte ich dies einfach nicht gegen das geballte, um mich versammelte Ärztewissen zum Tragen bringen... Vielleicht sollte frau einfach nochmal "schlauer" "einfachschwanger" werden... Sabine
PS: tolles Foto von dir!

Suse said...

Hi Sabine!
Ja, ich finde, bei der 2. Schwangerschaft ist man so viel schlauer und sicherer. Ich nehme mal stark an, dass Mehrlingsschwangerschaften und allgemein Risiko-Schwangerschaften auch in Canada und England anders behandelt werden.

@ anonym: Danke fürs Lob. Ja, ich empfinde sowas tatsächlich schon als ungewöhnlich, was Du erzählst. Die Schwangeren, die ich so über die beiden Schwangerschaften kennenlernte, hatten in den meisten Fällen 3-D-Ultraschalls machen lassen und praktisch bei jedem Gyn-Besuch einfachen Schall. In meiner ersten Schwangerschaft wechselte ich schließlich von der Frauenärztin ganz zur Hebamme und die Ärztin nahm auch genau dieses Thema zum Motto gegen die reine Hebammenbetreuung (ich bekam trotzdem in jedem Drittel einen US). Und der Arzt, den ich in München bei Liliths Schwangerschaft hatte, wollte jedes Mal schallen und fand meine Befürchtungen diesbezüglich unsinnig. Selbst die leicht physikalisch erklärbare Belastung durch die enorme Lautstärkebelastung fürs Kind - entstehend durch sekundäre Schwingungen in der Gebärmutter - wurde als pipifax abgetan.

Ich finde es einfach auch nur interessant, dass Dinge, die hierzulande eben allgemein als Unsinn abgetan werden, in anderen durchaus ernst genommen werden. Wobei ich ja de Eindruck habe, dass die Ultraschall-Sucht der Deutschen von den Spaniern noch überrundet wird ;-)

Das kleine Brüllen said...

Hier in der Schweiz gibt es auch nur drei. Ausser es ist was, bei mir zB die Frühwehen in der 17./18. Woche. Da wurde auch geschaut, ob es Q. gut geht. Mir hat es eigentlich gereict, v.a. weil ja jedes Mal die Herztöne abgehört wurden. Ab dem Zeitpunkt, wo man das Kind spürt, habe ich mir auch nicht mehr so viel Sorgen gemacht.
Zum Thema Kanada: meine Schwester hat 3 Monate in vancouver Praktikum gemacht und nun ist ihre neue Liebe nach Kanada entschwunden..... sie denkt also auch übers Auswandern nach.