Saturday, May 10, 2008

Windpocken-Impfung

Hier gibt es einen ganz interessanten Artikel zu dem Thema - ohne jetzt eine Diskussion zum Thema "Impfen" aufmachen zu wollen. Sondern rein infotmativ.

8 comments:

Das Muddi Tina said...

Guter Artikel!
Danke!

LG Tina,impfkritisch aber kein "Impfverweigerer;-)"

Anonymous said...

Der Artikel ist mist. Zwar sind es wirklich nur Fakten, aber durch das gezielte Wählen der Fakten, entsteht ein arg falsches Bild.

Da wird nur ganz am Rande erwähnt, wie problematisch die fehlende Durchimpfung für Kleinkinder und Leute, die nicht geimpft werden können ist.
Was im Vergleich ("Qualität" und(!) "Qauntität") zu den fast nichtexistenen Komplikationen einer Impfung fast Brechreiz auslöst.


Viele Grüße, noch ein schönes (verlängertes) Restwochendende wünschend, und sich für die anfänglich fehlende Grußformel entschuldigend,

Joachim

Anonymous said...

Hallo Suse,

ich habe den Artikel überflogen und für gut befunden.

Es gibt keine Langzeiterfahrungen wegen dem Nachimpfen. Hatte hin und her überlegt, ob ich unseren Nachwuchs impfen lasse, dann hat die ihn überkommende Krankheit mir die Entscheidung abgenommen. Es war easy, da er erst 1 Jahr alt war.

Allerdings habe ich jetzt 3 Erwachsene kennen gelernt, die keine Infektion in der Kindheit hatte und stark damit zu kämpfen hatten. Eine Impfung wäre das kleinere Übel gewesen...

LG Heike

Suse said...

Hi,
ja, bezüglich des Artikels kann man natürlich geteilter Meinung sein - denn er gibt ja auch eine mit Fakten unterlegte Meinung wider. Und da muss man sich gar nichts vormachen: Je nachdem welche Meinung ich vertrete, kann ich Fakten IMMER so hinbiegen bzw. betonen, dass sie meine Meinung bestätigen.
Und eine weitere Sache muss man realistisch sehen: Eine Durchimpfung wird niemals stattfinden. Das muss man immer im Hinterkopf behalten. Selbst in Ländern, in denen Impfpflicht besteht - wird es niemals eine Durchimpfung geben.

Und was die Windpocken betrifft, geht es nicht um Komplikationen, die man irgendwie mit Impfungen assoziieren kann - oder eben nicht "Mein Kind ist autistisch, weil es geimpft wurde", "seitdem mein Kind die Impfung bekam, hat es epileptische Anfälle" o.ä.
Hier geht es darum, dass die Schutzwirkung der Windpockenimpfung recht unsicher ist - ich las vor einiger Zeit von 80-90 Kindern von 100, bei denen die Schutzwirkung greift und die Schutzimpfung eben auch nachlässt; und da es keine Durchimpfung gibt oder geben wird - Erwachsene dann in der Gefahr stehen, Windpocken mit schwerem Verlauf zu bekommen, Schwangere Windpocken bekommen könnten usw. Und eben auch das Thema Gürtelrose sollte nicht außer acht gelassen werden. Wir sind eine betroffene Familie. Und Gürtelrose - oder gar eine Gesichtsrose - ist keine Kleinigkeit.

Es soll jeder halten, wie er es will. Unsere Kinder sind geimpft - aber eben nicht nach wirtschaftlichen Faktoren ;-)
Und ich bin froh, dass Levin die Windpocken nun hinter sich hat - und hoffe, dass das bei Lilith auch bald der Fall sein wird.

Suse said...

@ Heike: die Zahl der Erwachsenen, die Windpocken bekommen, wird ja gerade durch die Impfung weiter zunehmen.

Moritz Mama said...

Liebe Suse, ich selber habe mit Mitte 20 Windpocken bekommen und das war alles andere als lustig!!! Von daher war es für mich selbstverständlich, Moritz impfen zu lassen, denn je älter man wird, desto gefährlicher werden die Krankheiten. Du kannst trotz Impfung immer noch diese "Kinderkrankheiten" bekommen, aber nur noch in abgeschwächter Form.

Ich bin nach dieser Impfung auch wesentlich relaxter, was solche Krankheitsauswüchse im Kindergarten betrifft - über einen Zettel an der Tür "Wir haben Windpocken und ähnliches" kann ich nur milde lächeln.. ;-)

Aber das muss jeder selbst entscheiden aus seinem Bauchgefühl und eigenen Erfahrungen.

Alles Liebe!!!

stadtfrau said...

soweit ich weiß wird in deutschland ja nur einmal gegen windpocken geimpft, in österreich werden zwei impfungen verabreicht, somit ist der impfschutz höher (wobei die impfung noch gar nicht in der "offiziellen" impfempfehlung drin ist und auch selber gezahlt werden muss). fabi ist noch nicht dagegen geimpft, werden wir aber sicher in den nächsten monaten und jedenfalls noch vor schuleintritt machen - vielleicht erwischt es ihn bis dahin ja doch noch, was ich uns nicht wünsche. wie die meisten anderen halte ich auch diese impfung für sinnvoll.

leider hat die damals 5jährige tochter einer entfernten bekannten als nachwirkung der windpocken einen hirninfarkt erlitten, schade um die viel zeit, die dieses mädchen mit reha und therapien verbringt und verbracht hat - man weiß vorher eben nie, ob die statistisch auch noch so geringe zahl nicht doch das eigene kind trifft.

Suse said...

Wie schon oben geschrieben: Ich möchte hier keine Impf-Diskussion starten.
Nicht ohne Grund hat selbst die STIKO (trotz einflußreicher Financiers) lange gebraucht, um die Windpocken-Impfung in ihren Katalog aufzunehmen. Und tatsächlich kenne ich nicht einen Kinderarzt (und unser jetziger Kinderarzt ist ein klarer Impfbefürworter!), der die Windpocken-Impfung für sinnvoll hält.

Impfungen sind ein Segen - und haben vielen Menschen das Leben gerettet. ABER: Das bedeutet nicht, dass JEDE Impfung sinnvoll ist. Und gerade die Windpocken-Impfung wird von Fachleuten sehr kritisch gesehen. Das Hauptargumente FÜR die Windpocken-Impfung sind wirtschaftlicher Art. Tur mir leid - das ist nichts, was für mich eine entscheidende Rolle spielen kann.

Der beste Ablauf wäre der: Kind bekommt in der Kindheit die Windpocken, bekommt damit eine fast 100%ige Immunität und bleibt auch weiterhin dem Wild-Virus regelmäßig ausgesetzt (weil eben die eigenen oder andere Kinder der Umgebung die Windpocken bekommen). Auf diese Weise gäbe es keine wirklich gefährlichen Windpockenfälle unter Erwachsenen und auch die Gürtelrosen-Fälle würden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder rückläufig sein.

Ich wiederhole es: Jeder soll doch bitte sein Kind so impfen, wie er/sie es für richtig hält.
Aber BITTE doch auch darauf schauen, von WEM er seine Infos bekommt. Und so einfach und eindeutig, wie es in den Broschüren der Pharmaunternehmen beschrieben wird, ist es eben nicht.

@ Moritz Mama: Die Windpockenfälle im Erwachsenenalter nehmen DURCH die Impfung zu - nicht ab! Ich bin wirklich immer wieder erstaunt, dass dertartiges behauptet wird. Fragt Euren Kinderarzt, der bestätigt Euch garantiert, dass die Windpockenimpfung keine 100%ige Immunität bringt. Und dass die Immunität von Jahr zu Jahr geringer wird. In Deutschland wird aber nur EINMAL gegen Windpocken geimpft. Damit sind Kinder - die Windpocken gut verkraften - geschützt. Die Erwachsenen aber nicht mehr. Und der Verlauf von Windpocken bei geimpften Erwachsenen KANN leichter sein - ist es aber nicht notgedrungen.
Der sicherste Schutz - das bestätigt selbst der härteste Impfbefürworter-Arzt: Ist und bleibt eine durchgemachte Windpocken-Erkrankung in der Kindheit.
Und auch Euer geimpfter Kleiner kann trotz Impfung... immernoch die Windpocken bekommen.