Tuesday, March 27, 2007

Comix für Mama

Gestern besuchte uns eine liebe alte Freundin, die ich tatsächlich schon seit dem Kindergarten kenne, mit der ich zweitweise zusammen zur Schule ging und die nun auch hochschwanger mit ihrem ersten Kinde ist (irgendwann kriegts uns eben alle). Und da man sich über die Jahrzehnte doch irgendwie ganz gut kennenlernt (obwohl wir uns bestimmt ein Jahrzehnt nicht sahen), brachte sie mir richtig tolle nachträgliche Geburtstagsgeschenke mit: Zwei Comics. Zum einen Didi und Stulle (damit liegt man ja immer richtig) und
"Das große Supa-Hasi-Album", welches mir bisher komplett unbekannt war - was aber wirklich, wirklich großartig ist:

Danke Annegret!
(Levin lugte schon neugierig und fragte "Ausmalen???" ...)

Wednesday, March 21, 2007

Seltsames Stöckchen von Lotte

Lotte schmeißt seltsame Stöckchen. Ich machs kurz und schmerzlos:

1.) Wie sehen Dich die anderen?
Man liebt mich oder man hasst mich.

2.) Wie siehst Du die anderen?
Ich bemühe mich, die Anderen mit viel, viel Nachsicht zu sehen ;-)

3.) Welche Strahlen schädigen Dich am meisten?
Die Strahlen der Aura von Dummlaberern.

4.) Eine wunderschöne Frau bzw. ein reicher Mann fragen Dich nach der Lornsenstraße. Was antwortest Du?

"Suchen wir doch gemeinsam auf meinem Stadtplan, bei mir Zuhause..."

5.) Welches ist für Dich die dämlichste Unsitte der modernen Gesellschaft?
Klaue ich von Lotte, denn sie hat absolut Recht: "Überall und immer erreichbar zu sein."
Ich habe diesen Anspruch meiner Mitmenschen schon immer gehasst. Damals, als man sich sein erstes Handy anschaffte (vor ca. einer Million Jahren) meckerte mein ehemals bester Freund Heiko (Du liest ja eh mit ;-)) regelmäßig "Wozu hast Du eigentlich ein Handy, wenn Du es nicht an machst/nicht dran gehst! Ich konnte Dich eine halbe Stunde lang nicht erreichen!". Damals waren wir waaahnsinnig wichtige Menschen in der New Economy, hielten Vorträge auf Konferenzen von Real Networks in Paris und sonstwo, erschufen virtuelle Welten in Churchill-Villen in Babelsberg und sämtliche Server und relevanten Internet-Seiten der Welt stürzten unweigerlich ab, wenn wir mal 10 Minuten lang das Handy ausschalteten und nicht erreichbar waren.
Aber heute muss man das ja wirklich nicht mehr. Die New Economy ist im Arsch, auf der Cebit treffen sich nur noch Looser und die Liste derer, die NICHT mehr dabei sind (Apple, Microsoft, Epson usw.) ist länger als die derer, die dabei sind. Und TROTZDEM meinen viele, man müsse immer erreichbar sein, ein Handy und auch ein Anrufbeantworter signalisierten permanente Kommunikationsbereitschaft.
Mitnichten, meine Lieben, mitnichten.

6.) Du umsegelst Kap Horn, da erreicht Dich eine SMS. Von wem und mit welchem Inhalt?
Der Gatte: "Wo finde ich die Strumpfhosen von der Kleinen?" (Es gibt zwar nur EINEN Kleiderschrank im Kinderzimmer, aber den scheint Jörg nicht zu verstehen)

7.) Über Nacht bist Du zum US-Präsidenten gewählt worden. Was verbietest Du als erstes?
Fernseh-Shows. ALLE.

8.) Bill Gates lädt Dich zum Essen ein. Was ziehst Du an?
Jeans und T-shirt, wir sind alte Freunde.

9.) Dir wird der Nobelpreis verliehen. Wofür?
Klar: Dafür, dass ich IMMER, aber auch I M M E R Recht habe!

Bitte seltsam weitermachen: Alle, die wollen und seltsam sind.

Sunday, March 18, 2007

"Von Gebärmaschinen und Rabenmüttern"

Irgendwie scheine ich vergessen zu haben, auf "Veröffentlichen" zu klicken. Vor fast 2 Wochen gab es eine ganz interessante Talkshow zum Familien-Thema.
Hier gibt es ein paar angesprochene Punkte und wenn man will, kann man sich die gesamte Sendung online anschauen:
>>> Faktencheck

Wer in meinen Augen unheimlich schwach rüber kam, war Frau Herta Däubler-Gmelin - für mich eigentlich erstaunlich. Frau Herman punktete zunächst mit guten Argumenten - um dann in ihre üblichen Übertreibungen zu verfallen.
Von Entwicklungspsychologie und/oder Bindungstheorie hatte allerdings offensichtlich keiner Ahnung. Schade.

Friday, March 16, 2007

Kuriositäten-Stöckchen

Man warf es mir schon vor geraumer Zeit zu, wer es war, weiß ich nicht mehr.

Also, 6 kuriose Dinge über mich:

1. Ich bin psychisch nicht in der Lage, täglich länger als 10 Minuten aufzuräumen - was meine Hausarbeit regelmäßig in enorme Schwierigkeiten bringt.

2. Zum Ausgleich meines Körperwärmehaushaltes ziehe ich mir öfters einen Strumpf aus - und laufe dann folglich halb barfuß durch die Wohnung.

3. Ich bin auf eine zwanghafte Weise Mitglied in unzähligen Mailinglisten und aus irgendeinem mysteriösen Grund schaffe ich es nie wieder, mich abzumelden. Und so habe ich in meinem Outlook viele, viele Ordner zu den Mailinglisten und lösche einmal pro Monat sämtliche Mails ohne auch nur eine einzige davon gelesen zu haben.
(Die beiden bizarrsten sind:
Eine Newsgroup über nierenkranke Katzen, obwohl meine nierenkranke Katze schon im letzten Jahr verstarb.
Eine Newsgroup von de:bug, in der man sich früher großartig über die neuesten Entwicklungen im Web-Bereich, in erster Linie Design, austauschte, über die aber seit Jahren nur noch Porno-Spam verschickt wird. Aber gewiss sitzen viele, viele Kreative an ihren Computern und warten darauf, dass mal wieder eine schöne de:bug webviews-Mail kommt und die alten Zeiten schlagartig wieder aufleben)

4. Ich habe seit Jahren eine wirklich gute Freundin, mit der ich in all der Zeit nur einmal telefonierte und die ich persönlich noch nie traf. Und das, obwohl sie nur 281 km entfernt wohnt.

5. Muss ich zitieren, weil es niemand besser in Worte fassen kann: Ich lüge den ganzen Tag. Würde ich einen Tag lang die Wahrheit sagen, wäre ich gegen 18 Uhr arbeits- und freundelos.

6. hm.

Thursday, March 15, 2007

Sag mir, wo die Bienen sind


(Foto: photocase.de)
„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“
Albert Einstein


Es begann in den USA und auch deutsche Imker fangen an, um Ihre Bienenzuchten zu bangen.
In den USA wurde ein Rückgang der Bienenpopulation um bis zu 70% - SIEBZIG PROZENT - beobachtet. Und niemand weiss, wo die Bienen hin sind. Sie sind praktisch spurlos verschwunden, verließen ihren Bienenstock und kamen nie wieder, ließen sogar ihre Brut zurück.

Die Erklärungsversuche hierfür reichen von Klimawandel, über Genmais bis hin zu Milben. Aber niemand weiss etwas Genaues über die Ursachen.
Nur eines wissen alle: Die Folgen für den Menschen bzw. für die Wirtschaft sind verheerend und wären bei einem Aussterben dieser Insektenart dramatisch. Denn wir sind auf die Bestäubung unseres Obstes, Gemüses und Getreides durch die Bienen angewiesen - Hummeln und co könnten die Fleißarbeit der Immen niemals ersetzen.
"Die Menschen brauchen die Bienen dringend, denn etwa ein Drittel der menschlichen Nahrung ist direkt oder indirekt von ihnen abhängig: Äpfel, Birnen, Pflaumen, ein Großteil des Obstes werden zwischen 80 und 90 Prozent von Zuchtbienen bestäubt, ebenso Mandelbäume, Melonen, Paprika, Kürbisse, Himbeeren und etwa 90 andere Obst- und Gemüsearten - aber auch Viehfutter wie Klee oder das in den USA verbreitete Alfalfa."


Es gab bereits Bienen-Massensterben (z.B. 2003 verursacht durch die Varroa-Milbe), aber das erste Mal, dass derartig viele Bienen einfach verschwanden, ohne dass man einen Grund dafür weiss.

Mehr zum Thema "Bienenschwund":
>>> Süddeutsche: "Rätselhafter Exitus der Bienen - Das spurlose Sterben"
>>> WELT ONLINE: "Bienenvölker verschwinden spurlos ins Nichts"

Mehr zum Thema Genmais:
>>> Greenpeace EinkaufsNetz - "MON 863: Für Ratten schädlich, für Menschen verträglich?"
>>> Greenpeace: "Giftfabrik auf dem Acker"
>>> Infoseite der Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung: "Bienen und Honig vor genmanipuliertem Maispollen schützen!"

Mehr zum Thema: >>> Klimawandel

Friday, March 09, 2007

Blog-Zeugs

Soso, das Nuf pausiert also wieder. Hm. Aber immerhin beschrieb sie letztens noch eine hübsche Begegnung, wobei die Üffes-Geschichte ja unschlagbar ist und ich Kaffeebesuch gerne mal nerve in dem ich sage "Ach, ich las letztens" - dann dann "Üffes" zum besten gebe.
Wir wohnen ja im Osten und amüsante Namen und noch amüsantere Ausprachen sind mein täglich Brot ;-)

Aber während das Nuf pausiert, kann man im Pe.Blog schmökern, die auch viele, viele schöne Sachen hat. Z.B.:
- Shopping - Klamottenanprobe (wirklich großartig!)
- Tittenlöcher am Golf von Sorrent
- Fee
- Frisch bezogen
- Wegstreichpony

Thursday, March 08, 2007

Monday, March 05, 2007

Eltern-Kinder-Stöckchen

Natalies Stöckchen hat wirklich interessante Antworten gebracht - finde ich. Zumal hier ja die unterschiedlichsten Mamas mit den unterschiedlichten Lebenskonzepten und aus verschiedenen Ländern antworteten:

Natalie mit Finn in Wiesbaden - Erfinderin dieses Stöckchens ;-)

Natalia mit Max: Eine Spanierin in Essen - unbedingt lesen!

Connie mit Lena: Eine Deutsche in Spanien

Susi Sonnenschein mit Ben in Australien

Anneka - siebenfache Mama - mit Mischpoke in Schweden mit jüdischem und deutschem Background

Jeanne mit Yair in Israel mit deutschem Background

Vreni mit Tobias in der Schweiz

Julia mit Nora in der Schweiz

Karin in Basel mit deutschem Hintergrund

Die Pampersfront in Österreich

Karin und Fabian aus Wien, Österreich

Steph mit Martell in Köln, Deutschland

Ines mit David und Paul in Billigheim, Deutschland

Nadine mit Paul aus Fulda

Ines und Moritz aus dem Erzgebirge

Larissa mit Eliano und Marta in Tübingen mit halbitalienischem Background, Deutschland

Yvonne und Finnley in Quickborn, Deutschland

Janin und Smilla aus Berlin, Kreuzberg

Und wir aus Berlin, Prenzlauer Berg

(Habe ich welche übersehen?)

Nachtrag:
Übrigens finde ich, dass an all den Antworten schön deutlich wird, dass es eben nicht den einen richtigen Weg gibt. Ich würde mal behaupten, dass keine der antwortenden Mamas unreflektiert ist und ihr das Wohl ihres Kindes gleichgültig wäre. Ich glaube, keine will und wollte ihr Kind so früh wie möglich "abschieben" und ausschließlich ihren "egoistischen Lebenszielen" folgen.
Deshalb denke ich, dass der Ansatz der öffentlichen Diskussionen, die momentan geführt werden, so einfach nicht passt.

Saturday, March 03, 2007

"Ich bin doch auf eurer Seite!"

Eine kleine Geschichte:

Gestern fuhren wir zusammen mit meiner Mutter in ein Einkaufszentrum im Wedding (ein wirklich etwas schwieriger Bezirk, siehe Link), um da noch ein paar Sachen in einem großen Spielzeugladen für Lilith zu kaufen.
Auf dem Rückweg verpassten wir knapp unsere S-Bahn und konnten noch eine Weddinger Szene anschauen:
Auf dem S-Bahnhof stand eine Gruppe von ca. 7 jungen Frauen mit offensichtlich türkischem Migrationshintergrund. Alle musste um sie herum balancieren, weil nicht mehr viel Platz zwischen ihnen und dem Bahnsteigende war. Eine junge Mutter mit ca. 2-jährigem Kind im Buggy wollte auch an ihnen vorbei und stieß dabei scheinbar an einige der Frauen, die sofort hochgingen: "Ey, Du alte Pennerschlampe, pass auf Du, sonst kriegste inne Fresse" usw.
Die junge Mutter, offensichtlich alternativ angehaucht, mit Dreadlocks usw. legte los: "Ey, watt soll ditt? Watt macht ihr mich an? Ey, ick bin auf EURER Seite, ich verteidige EUCH immer!"
"Alde Fotze, kriegste inne Fresse, sone Pennerschlampe wie dich spuck isch an, verteidige deinen Arsch!".

Jo.

Thursday, March 01, 2007

Natalies Stöckchen

Sie hat es sich ausgedacht und ich bin auf die Antworten der anderen Mamas gespannt.

1. Wie sieht Dein "Modell" aus für die ersten Jahre Deines Kindes? Ganz zuhause bleiben, Teilzeit arbeiten...?
Nach Levins Geburt habe ich sofort wieder gearbeitet (selbständig/freiberuflich) und wechselte mich bei der Betreuung mit dem Papa ab, der zu der Zeit als Freiberufler seine Zeit gut einteilen konnte. Ca. nach einem halben Jahr habe ich dann aufgehört, weil es einfach nicht mehr zu managen war. Und so habe ich die letzten Jahre nur sporadisch gearbeitet (selbständig). Aber nun sind wir ja im letzten Jahr wieder nach Berlin gezogen, um die Familie da zu haben und so wird meine Mutter nun die Kinderbetreuung zunächst erstmal einmal pro Woche übernehmen, damit ich mal einen ganzen ungestörten Arbeitstag habe (illusorisch, aber ich bin trotzdem guter Dinge). Geplant ist, das auszuweiten. Mal schauen, wie es läuft.

2. Warum hast Du Dich so entschieden?
Eigentlich habe ich gar nicht so wirklich bewusst entschieden, sondern diese ganze Kindergeschichte auf mich zukommen lassen (war ja auch nicht geplant). Und als ich merkte, dass das nicht so klappt, wie ich es mir vorgestellt hatte (Job und Gör), gab ich dem Gör den Vorzug.
Ich sehe keines meiner Kinder vor einem Alter von 2 Jahren in eine andauernde Fremdbetreuung gehen. Aber ich bin finanziell auch einfach nicht dazu gezwungen, dies zu tun. Und kann relativ gut nebenbei arbeiten mit einer Oma im Hintergrund.
Levin gaben wir mit knapp 3 Jahren in den Kiga und für ihn war es perfekt so. Wie sich Lilith entwickelt - keine Ahnung.

3. Bist Du mit diesem Modell zufrieden..was könnte besser laufen?
Ja, ich bin grundsätzlich zufrieden, hätte allerdings gerne mehr Zeit für meine Arbeit.

3. Hätte der Vater des Kindes auch gerne "Elternzeit" genommen?
Tja, hätte er das gerne? Theoretisch wahrscheinlich schon - aber nur, wenn ich auch Zuhause wäre ;-).
Jörg den ganzen Tag mit den Kindern? Nee, das sehe ich gar nicht. Dafür fehlen ihm eindeutig die Nerven.

4. Und was würdest Du zu Eva Herman sagen?
"Tja, Eva, Du hast doch auch wirklich gute Gedanken zum Muttersein/Elternsein publiziert und unter die Massen gebracht. Warum machst Du das mit diesem Eva-Prinzip-Quatsch zunichte, indem Du einfach unglaubwürdig und lächerlich wirst? Tut mir leid, dass Du mitten in Deinen Wechseljahren steckst und an Deinem bisher gelebten Leben zweifelst - aber mach das mit Deinem Therapeuten oder Priester aus." Und zu den Nacheiferinnen: "Get a life!"