Tuesday, April 29, 2008

Talk to Dove!

Das Frauenbild in der Werbung haben sie auf jeden Fall revolutioniert - die Marketingleute, die die aktuellen Dove-Kampagnen entwickelt haben. Dass es dabei natürlich um Verkaufszahlen geht und keine echten Frauenversteher-Ambitionen bestehen - ist wohl jedem klar.
Trotzdem haben sie Gutes damit bewirkt (abgesehen davon, dass sie ihre Verkaufszahlen erfolgreich steigerten).

Ein nettes, liebes Unternehmen ist "Dove" trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil - es gibt gute Gründe, Dove-Produkte zu boykottieren:



Oder wenigstens über Greenpeace eine Mail an Dove zu schreiben... Kommt, die 2 Minuten Zeit hat jeder.

Mehr Infos!

Sunday, April 27, 2008

Das war's nun also...

Mich ärgert es nicht so sehr, wie die Volksabstimmung ausging - mich ärgert es, dass so Wenige abgestimmt haben. Da gab es jetzt mal die Möglichkeit, die eigene Meinung zu einem Thema direkt klar zu machen. Nach dem Volkswillen war gefragt. Aber leider blieb das Volk mit seinem Hintern lieber Zuhause. Oder sonst wo.

Ich nehme an, Wowereits Saat ging auf: Der hatte so lange und laut getönt, dass ihm der Volkswille sowieso egal ist. Und da hatte das Volk scheinbar das Gefühl... dass wenn es sowieso nichts zu sagen hat - auch gleich +der Abstimmung fern bleiben kann. Ich hatte heute das Gefühl auch mal kurzfristig.

Und schade übrigens, dass es so eine eindeutige Ost-West-Tendenz bei den Teilnehmerzahlen gibt.

Naja, nun ist's vorbei.

Los, Berliner!

Wer's bis jetzt noch nicht getan hat: Geht zur Abstimmung! 1 Stunde und 15 Minuten habt Ihr noch.

Wir waren vorhin und das Abstimmungsbüro war durchaus ganz gut besucht - nicht knüppeldicke voll, aber ständig kamen Leute.

Und obwohl ich meine, mich wirklich gut auf das Thema vorbereitet zu haben (und letztens erst wieder bei Fritz anrief und meine Meinung kund tat ;-)), wusste ich nicht, watt ick ankreuzen soll, deheeenn... da stand ein längerer Text auf dem Zettel und ich hatte wirklich keine Lust zu lesen (ich habe eine Gebrauchsanleitungs-Phobie - eine extreme sogar. Ich KANN einfach keine lesen und muss deshalb immer alles im Trial and Error-Verfahren ausprobieren. Auch wenn ich aufgrund des Nicht-Gebrauchsanweisungslesens dann scheitere.) So gings mir auch mit dem Text zur Abstimmung, zum Glück konnte ich Jörg, der gerade in der anderen Wahlkabine mit dem Sohne stand "Was machen wir hier, Papa? Was steht auf dem Zettel da, Papa?" (Genau, WAS?) zuflüstern "Ja oder nein???? Muß ICH JA ODER NEIN ANKREUZEN!!!???"

:-)

Friday, April 25, 2008

Wenn's regnet: Jolos Kinderwelt

Heute war's ja noch wirklich schönes Wetter und die Gören spielten fast die ganze Zeit im Hof - aber morgen soll es wohl regnen laut Wettervorhersage. Oder auch nicht.

Letztens nutzten wir so einen Regentag, um einen Indoor-Spielplatz auszuprobieren, der auch per BVG (das sind die Öffentlichen hier in Berlin) aus dem Prenzlberg gut zu erreichen ist. Denn so unglaublich es klingt: Trotz der enormen Kinderdichte hier im Prenzlauer Berg gibt es hier keinen einzigen Indoor-Spielplatz. Ja, Kindercafes und co gibt es natürlich mannigfaltig und kreativ - aber eben etwas, wo sich die Kinder richtig austoben können und dazu auch den ausreichenden Platz plus Klettermöglichkeiten usw. haben - nee, nix. Den einzigen Indoorspielplatz, den es gab, schloß man kurz nachdem wir herzogen (ja, auch wenn es in verschiedenen Szeneführern noch angepriesen wird: Das Limpopo Kinderland gibt's nicht mehr).
Nun bin ich auch kein großartiger Indoorspielplatz-Fan (ich bin noch etwas traumatisiert von unserem ersten Indoor-Spielplatzbesuch in Dachau, der wirklich... erbärmlich war) - aber von Zeit zu Zeit ist es schon ganz gut, einen netten zu kennen.

Vor längerer Zeit waren wir im Toka-Tohei in Charlottenburg, das auch wirklich nett ist und für die Eltern ein einfaches aber solides Frühstücksangebot parat hat - während sich die Kids ordentlich austoben können. Aber von uns aus ist es einfach zu weit weg.
Das FEZ war uns auch zu weit weg - lohnt sich aber eigentlich immer. Und vom Pups wurde uns von verschiedenen Seiten abgeraten...

Also ging es in die Jolos Kinderwelt nach Kreuzberg im Bergmannstraßenkiez zwischen dem U-Bahnhof 'Platz der Luftbrücke' und Mehringdamm gelegen und vom Prenzlauer Berg locker in ca. einer halben Stunde zu erreichen.
Die Kinder waren begeistert, es gibt ein großes Klettergerüst, Hüpfburgen, eine Eisenbahn, ein Kettenkarussell, so ein Ding... das eine Mischung aus Go-Kart und Autoscooter ist... undundund









Natürlich ist und bleibt es ein Indoor-Spielplatz - d.h. für erwachsene Ästhetik ein bisschen unangenehm, extrem laut und wirklich anstrengend. Aber die Kids wollen auf jeden Fall wieder hin.
Fazit: Zu empfehlen!

Das nächste Mal probieren wir das Ritterland aus.
Eine Adressliste mit fast allen Berliner Indoor-Spielplätzen gibt es hier.

Friday, April 18, 2008

Kuckuck!

Erstaunlich und irgendwie auch ein bisschen erschreckend: jedes 5. bis 10. in Deutschland geborene Kind soll ein so genanntes "Kuckuckskind" sein - dem Vater also als sein eigenes, leibliches Kind untergeschoben worden sein. Schreibt Spiegel online.
Und 40.000 (!) Väter lassen jedes Jahr in Deutschland heimlich einen Vaterschaftstest machen. Das sind somit 40.000 Kinder, die möglicherweise das Gefühl haben müssen, dass irgendwas in der Familie oder eben im Bezug auf die Vaterbeziehung nicht stimmt. Und in 25% aller Fälle bestätigt sich der Verdacht, dass das Kind eben einen anderen Vater hat. Das sind dann also 10.000 Kinder, deren heile Welt oftmals zusammenbricht - denn in erschreckend vielen Fällen wenden sich die Plötzlich-nicht-mehr-Väter vom Kind ab. Und seit neuestem können sie "Schadensersatz" bezüglich gezahlen Unterhaltes geltend machen.
Natürlich gelten diese Zahlen für eine Menge Fälle, in denen die Verhältnisse schon lange nicht mehr ideal waren, die Eltern getrennt leben, Väter Unterhalt zahlen usw. Aber es gibt eben auch eine nicht unbeträchtliche Zahl an bisher wenigstens einigermaßen funktionierenden Familien, die an dem Ergebnis eines Vaterschaftstestes zerbrechen. Heile Kinderwelten, die zerstört werden, weil das genetische Material nicht stimmt. Bzw: Das genetische Material des Kindes eben nicht von dem Mann stammt, den es bisher für seinen Vater hielt.

Um ehrlich zu sein, dachte ich eine ganze Weile, dass sowas in meinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht so eine enorme Rolle spielen würde. Man fühlt sich auf (und ab-)geklärt, weiss, dass eigentlich der soziale Vater das Wichtige fürs Kind ist - viel wichtiger als irgendein genetisches Material. Aber vor ein paar Jahren habe ich recht erstaunt eben genau das Gegenteil erlebt - bei einem Bekannten von mir, der ansonsten eigentlich nach rein logischen Prinzipien lebt. Der ganz plötzlich anfing zu zweifeln - und zwar aufgrund der Augenfarbe seines Sohnes, die auffällig ist und so weder in der Familie der Mutter noch des Vaters vorkommt (was ja nicht zu heissen hat - schließlich erlaubt sich die Natur zuweilen erstaunliche Scherze. So gibt es ja - wenn auch sehr selten - die Tatsache, dass ein Mann mit weißer Hautfarbe mit bekannten weißen Vorfahren mit einer Frau mit weißer Hautfarbe mit bekannten weißen Vorfahren ein farbiges Baby zeugen kann. Ohne dass ein fremder Gen-Pool mit im Spiele war ;-)). Und diese Zweifel waren ganz offensichtlich sehr, sehr belastend für ihn. Wobei ich im Nachhinein nicht weiss, ob die Ungewißheit belastender war - oder die Furcht davor, dass das geliebte Kind nicht sein eigenes sein könnte.
Ich weiss nicht, wie sich diese Geschichte weiter entwickelte, wir haben nur sehr sporadisch Kontakt und ich fand es drum etwas unpassend, dieses sensible Thema wieder anzusprechen.

Aber wie kommt es eigentlich, dass ein liebender Vater (der allerdings eben schon seine Zweifel mit sich herum trug) sich im schlimmsten Falle plötzlich von seinem Kind abwendet? Weil es eben nicht sein genetisches Material in sich trägt? Sind wir... ähem... die Männer ;-) unseren Vorfahren wirklich noch so eng verbunden, dass Fortplanzung unbedingt und immer mit der Verbeitung des genetischen Materials verbunden sein muss? Ist es das Gefühl, betrogen worden zu sein? Nun wurde der Mann ja von der Frau betrogen... nicht vom Kind.
Oder ist es eben dieses ganz Archaische: Das Kind ist nicht mein Fleisch und Blut. Und das zählt.
Denn Blut ist schließlich dicker als Wasser.

Im Tierreich ist man bezüglich dies Themas eindeutig: Wenn sich ein Löwe eine neue Löwin zur Familienplanung sucht - und jene Junge von einem anderen Löwen hat, werden diese kurzerhand tot gebissen.
(Obwohl es natürlich auch den Fall der schwulen Flamingos gab, die Eier anderer Flamingos adoptierten und also Flamingo-Babies mit fremdem Genmaterial großzogen ;-))

Friday, April 11, 2008

Squeeze me

Was wirklich Nettes zum Ende der Woche:



Mehr Infos und u.a. zwei weitere hübsche Videos (vorallem "Keep me home" :-)) von Kraak & Smaak gibts hier.

Thursday, April 10, 2008

Kampfansage



Mutig, mutig - mitten im Prenzlberg eine Kampfansage an DEN Prenzlberger per se ;-)

Einwohner im Prenzlauer Berg in Prozent:
2% Ost-Berliner
1% West-Berliner
2% Neue Bundesländler allgemein
15% Alte Bundesländler allgemein
80% Schwaben

:-)

(Ick persönlich habe damit keen Problem, ich wohnte ja auch schon mal in Ulm und bins somit gewöhnt ;-))

Monday, April 07, 2008

Exotisches im Einkaufszentrum

Wir lasen es im Bezirksblättchen - und Insektenfreund Levin wollte natürlich sofort hin: Zur Insektenausstellung ins Gesundbrunnen-Center.
Ich mag dieses Einkaufszentrum nicht besonders. Es liegt dort, wo der Prenzlberg auf den Wedding trifft. Ist aber schon sowas von Wedding - "weddinger" geht eigentlich nicht.

Aber die Ausstellung ist wirklich fein gemacht, liebevoll dekoriert (bis auf ein paar Ausnahmen) und es gibt wirklich eine Menge interessante Insekten.



Und die Ausstellung trifft auf ein enormes Interesse - auch bei Leuten, die man zum Beispiel im Aquarium in der Insektenabteilung sonst nie sieht. Und so erklärten mir zwei echt erschreckend aufgestylte Mädels von max. 12 Jahren, wo im Terrarium ich da nun die versteckten Stabheuschrecken sehen kann (und sie hatten da echt ein Auge für), bevor sie von der Mutter zum Shoppen weitergetrieben wurden:


(ja, Eva, das IST eine Stabheuschrecke und keen Ast!)

Super Konzept: Die Bildung muss eben zu den Leuten kommen und sie da abholen, wo sie sich oft aufhalten. Eben auch im Shopping-Center.



So oder so können wir die Ausstellung empfehlen - ideal wenns draußen regnet. Und hier stört es auch niemanden, wenn die aufgedrehten Kids laut kreischend durch die Flure laufen und von Insektenkasten zu Insektenkasten hüpfen.







Levin fand es super:


Und Lilith fand es OK:


Rannte aber lieber durch die Deko, als die exotischen Tierchen zu betrachten ;-):


Die Ausstellung läuft noch bis zum 19. April und der Eintritt ist natürlich frei.

Sunday, April 06, 2008

"Always & Forever"

Wir sind hier ja allesamt echte Playmobil-Fans - aber diese neue Playmobil-Serie finde ich irgendwie... gewöhnungsbedürftig...

(wobei Lilith das Zeug ohne Frage lieben würde)

Saturday, April 05, 2008

Geschmackssache

So langsam lässt sich die Sonne ja wieder öfters blicken - aber auch wenn es regnet muss man einfach mal raus mit den Kids aus den eigenen vier Wänden.



Dann könnte man zum Beispiel in das selbstverständlich rauchfreie Cafe "Geschmackssache" in der Dunckerstr. 69 gehen. Das gibt es zwar schon eine ganze Weile, aber irgendwie scheint seine Existenz noch nicht so richtig rumgesprochen zu haben. Dabei ist es wirklich eine nette Location, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Die Inhaberin und auch sonstige Bedienungen sind extrem nett, kinderlieb und für allerhand Sonderwünsche offen. Hier gibt es jede Menge Leckeres: Bagels, Toasts und selbstgebackenen Kuchen (bisher sah ich immer nur eine Sorte Kuchen pro Tag, die war dann aber echt lecker).
Und für die Kids gibt's u.a. speziellsupersonderleckere Nougat-Schokomilch (so in etwa beschrieb Levin das ;-)).



Ein paar Spielzeuge und Kinderbücher würden das Cafe perfekt machen und vielleicht auch etwas mehr bevölkern. Denn es ist wirklich immer ziemlich leer. Und das wirklich zu Unrecht.

Für Levin ist das Cafe Geschmackssache auf jeden Fall fest im Programm, wenn seine Oma kommt.

>>> Mehr Infos

Edit: Leider konnte das schöne Cafe der Konkurrenz nicht trotzen und wurde geschlossen.